Widerstände > 3PS3 Siemens Widerstand mit Stahlgitterwiderstandselementen

Aufbau

Die Stahlgitterwiderstandsgeräte 3PS3 sind mit Widerstandselementen aus hoch legiertem Stahlblech aufgebaut. Der Widerstandswerkstoff ist wegen des hohen Chromgehalts weitgehend korrosionsbe-ständig und auch bei hohen Temperaturen zunderfest. Isolierbuchsen aus kriech-stromfester und temperaturwechselbeständiger Keramik isolieren die Elemente gegeneinander und gegen das Gehäuse. Eingeschweißte Stege verbinden die Elemente. Angeschweißte Anschlussfahnen gestatten den Anschluss von Kabeln oder Leitungen mit Kopfschrauben M12.
Die Gehäuse sind baugleich mit denen der Gusseisenwiderstandsgeräte 3PR3. Des-halb ist auch eine Kombination beider Systeme möglich.
Die Gehäuse erhalten keinen Anstrich, da alle Teile entweder aus verzinktem oder rostfreiem Stahlblech gefertigt sind.

Die Blechplatinen der Widerstandselemente erhalten durch Stanzung Leiterbahnen unterschiedlicher Abmessung, so dass Ele-mente unterschiedlicher Widerstandswerte von 0,01 bis 3,2 Ohm entstehen. Da durch die Stanzung kein Materialverlust entsteht, ist die thermische Leistung aller Elemente gleich groß. Eine mit Glimmerfolie isolierte Versteifung aus rostfreiem Blech jeweils an der Ober- und Unterkante stabilisiert das Element.

Fünf Baugrößen mit bis zu 30 Elementen stehen zur Verfügung, die wiederum in 1- oder 3-strängiger Ausführung lieferbar sind:
Größe Anzahl Elemente
1-strängig 3-strängig
3PS30 12 3 x 4
3PS32 16 3 x 5
3PS34 21 3 x 7
3PS36 26 3 x 8
3PS38 30 3 x 10

Standardgeräte

Standardgeräte haben eine feste Bestückung mit einheitlichen Elementen und ein-heitliche Anschlussbezeichnungen. (siehe Seite 2.6). Bei größeren Anlagen ergibt sich so eine vereinfachte Ersatzteilbevorratung.

Lieferbare Standardgeräte

Einsträngige normal paketierte Geräte mit gleichmäßiger Bestückung mit WG Ele-menten.
Dreisträngige normal paketierte Geräte mit gleichmäßiger Bestückung mit WG Ele-menten.
Dreisträngige normal paketierte Geräte mit teilweise verstärktem Einbau mit WG-Elementen. Hierbei sind die ersten beiden Widerstandsstufen mit dem 1,4-fachen Strom des in den Tabellen angegebenen Wertes belastbar. Sie werden vorzugsweise als Endstufe bei Widerständen mit Aussetzbetrieb eingesetzt.

Aufstellung

Die Geräte sind horizontal so aufzustellen, dass die Widerstandselemente senkrecht stehen und die Kühlluft zwischen ihnen frei aufsteigen kann.
Die in den Tabellen angegebenen Belastungswerte gelten für Luftselbstkühlung. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kühlluft von unten ungehindert Zutritt hat und oben frei abziehen kann. Der Aufstellort muss gut belüftet sein. Insbesondere bei Innenräumen ist dafür zu sorgen, dass sich die Umgebungsluft nicht auf Werte größer als 45°C erwärmt.
Die angegebenen Belastungen führen zu Ablufttemperaturen bis zu 260°C. Für eine Ablufttemperatur von max. 200°C ist die Leistung um 25% zu reduzieren (Stromwerte x 0,866). Zusätzliche Fremd-belüftung durch einen Ventilator kann, ins-besondere im Aussetzbetrieb mit hoher rel. Einschaltdauer oder im Dauerbetrieb den Leistungsdurchsatz und damit die Belast-barkeit erhöhen.

Die zulässige Verlustleistung bei drei Kästen übereinander beträgt etwa:

Größe Zulässige Verlustleistung
3PS3 0 7,4 kW
3PS3 2 10,8 kW
3PS3 4 14,2 kW
3PS3 6 17,5 kW
3PS3 8 20,0 kW

Anschluss

Nach Abnehmen des Seitenbleches können die Zuleitungen von unten eingeführt und direkt an den Anschlüssen der Widerstandselemente angeschlossen werden.

Anschlussschrauben M12
Leitungsquerschnitt bis 1 x 150 mm²
2 x 120 mm²
Zulässiger Dauerstrom 400 A

Die Wärmeabgabe der Geräte ist beim Anschluss zu beachten. Leitungen oder Kabel sollen jedem Kasten einzeln von der Seite so zugeführt werden, dass Sie sich nicht im Bereich der abströmenden Warmluft oder Wärmestrahlung befinden. Für die Belastbarkeit ist DIN VDE 0298 T3/4 zu beachten.
Bei Bedarf sind Leitungen oder Kabel für erhöhte Temperatur zu verwenden oder die Enden von normalen PVC-Kabeln/-Leitungen mit einem wärmebeständigen Isolierschlauch zu überziehen.

Wartung

Die Widerstandsgeräte sind wartungsfrei. Bei starkem Staubanfall sollte jedoch gelegentlich eine Reinigung mit Druckluft erfolgen um die Isolation gegen die geerdeten Gehäuseteile aufrecht zu erhalten.

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